Die Logistik des Varus

Informationen zur Präsenz der Römer in Germanien

17. Februar 2010

Römerlager in Hiddenhausen?

NW Bielefeld 17.02.10. Über die Frage „Römerlager in Hiddenhausen?“ referiert am Donnerstag, 18. Februar, Dr. Heribert Genreith im Stadtarchiv an der Rohrteichstraße 19 – ab 19.30 Uhr. Es lädt ein: der Historische Verein.

26. Dezember 2009

Minus aus Varusjahr abgesegnet – 200 000 Euro mehr

Lippische Landeszeitung 23.12.2009

Kreis Lippe. Mit einer knappen Mehrheit hat der Kreistag die überplanmäßigen Aufwendungen des Kreises Lippe für das Varusjahr genehmigt. CDU, Grüne und Freie Wähler sprachen sich für die Bewilligung der zusätzlichen 200.000 Euro aus, SPD, FDP und Die Linke stimmten dagegen.

„Wir können nicht nachvollziehen, warum die politischen Gremien nicht eingebunden worden sind. Es ist nicht gut, wie mit dem Parlament umgegangen wird“, sagte Kurt Kalk-reuter (SPD). Ähnlich äußerte sich Markus Schiek (FDP): „Es ist klar, dass sich die Kosten nicht auf den Cent genau berechnen lassen. Die Sitzung eines Ausschusses hätte ich aber für angebracht gehalten.“ Tatsächlich waren die Fraktionen am 1. Dezember in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur erstmals über die überplanmäßigen Ausgaben informiert worden. Kämmerer Frank Schäfer weiß nach eigenen Angaben seit etwa vier Wochen von dem Defizit. Zu diesem Zeitpunkt sei ein Sponsor abgesprungen. „Wäre dies nicht passiert, hätte es überhaupt keine Mehraufwendungen gegeben“, erklärte Schäfer.

Ursprünglich im Haushalt veranschlagt hatte der Kreis 1,8 Millionen Euro an Aufwendungen und 1,1 Millionen an Erträgen. Da sich die Einnahmen um 100.000 Euro erhöhten, bleibt unterm Strich ein Minus von 100.000 Euro. Dieses soll durch das Budget aus dem Fachbereich 1 gedeckt werden. (jab)

27. Oktober 2009

Hiddenhausen: Römische Goldmünzen ausgegraben

Neue Westfälische, 27.10.2009

Hiddenhausen (lnw). Ein Hobby-Archäologe und seine Profi- Kollegen haben in Hiddenhausen im Kreis Herford neun römische Goldmünzen gefunden. “Die neun Münzen bestehen aus reinem Gold”, sagte Yasmine Freigang vom Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag.

Sie stammen aus der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts. Ihr Wert dürfte bei rund 10.000 Euro liegen, hieß es. Das Gutachten stehe aber noch aus. Der Fund steht dem Grundstücksbesitzer und den Findern zu. Weitere Schätze seien dort nicht mehr zu finden, betonte Freigang.

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5. Oktober 2009

Buchvorstellung: Der Parzival-Code und die Externsteine

Die Suche nach der Gralsreliquie

Ein Roman von Achim Köppen und Horst Burger

Einladung zur Buchvorstellung

Mit dem Co-Buchautor und Hobby-Archäologen Horst Burger

Am Donnerstag, 8. Oktober, um 20.00 Uhr
in der Bücherstube Oelschläger,
Lange Str.46  in 32312  Lübbecke.
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13. September 2009

WB 09.09.2009 – Kalkriese zeigt neue archäologische Funde

400 Meter langer Wall der Germanen entdeckt – keine Hinweise auf Ort der Varusschlacht

B r a m s c h e (dpa). Bei Ausgrabungen in Kalkriese haben Archäologen weitere Hinweise auf Kämpfe zwischen Germanen und Römern entdeckt. Neues zur Datierung der Ereignisse gibt es nicht.

Nach Informationen der archäologischen Leiterin Susanne Wilbers- Rost konnte im Boden des Fundorts nördlich von Osnabrück das Material eines von den Germanen als Hinterhalt errichteten Walles nachgewiesen werden. Außerdem seien Kampfspuren und zahlreiche Gegenstände gefunden worden.
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22. April 2009

WB 15.4.09: Streit um die Varusschlacht Kriegsbeil endlich begraben

Ein Kommentar von Ernst Wilhelm Pape

Seit mehr als 20 Jahren wird in Kalkriese bei Osnabrück ein Schlachtfeld ausgegraben. Und seit dieser Zeit wird auch behauptet, dass sich in Kalkriese die legendäre Schlacht im Jahre 9 nach Christus ereignet hat. Doch bisher gibt es für diese Behauptung keinen historisch fundierten Beweis.

Diese klare Aussage wird nicht etwa von Wissenschaftlern und Forschern aufgestellt, die das Kampfgetümmel im Teutoburger Wald bei Lippe ansiedeln und denen somit Lokalpatriotismus unterstellt werden könnte. Nein – diese eindeutige Formulierung zum fehlenden Beweis stammt von den Trägern und Geldgebern der gemeinnützigen »Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH – Museum und Park Kalkriese« selbst, den Sparkassen im Osnabrücker Land und dem Landkreis Osnabrück.

Es wird endlich Zeit, noch vor Beginn der Ausstellungen zum Varusjahr 2009 das Kriegsbeil zu begraben. Detmold in Lippe und Kalkriese in Niedersachsen sind lediglich mögliche Orte der legendären Varusschlacht. Kalkriese sollte deshalb und gerade im Varusjahr seinen Alleinvertretungsanspruch aufgeben.

22. April 2009

WB 15.4.09: »Es gibt keinen Beweis für Varusschlacht in Kalkriese«

Ausgrabungen sollen historische Zusammenhänge klären

Von Ernst-Wilhelm P a p e

O s n a b r ü c k (WB). Nach fast dreimonatigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück erneut ein Verfahren wegen Betrugsverdachts gegen den Geschäftsführer der »Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH – Museum und Park Kalkriese« eingestellt. Obwohl die Staatsanwaltschaft bereits 2007 nach einem ersten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Subventionsbetruges festgestellt habe, dass es keine Beweise für Kalkriese als Ort der legendären Schlacht vor 2000 Jahren gebe, werde in Kalkriese weiter das Gegenteil behauptet, hatte der Hobby-Archäologe und Verfasser mehrerer Schriften über die Varusschlacht, Gerhard Tiggelkamp (74) aus Bad Kreuznach, in einer Strafanzeige Ende Januar 2009 erklärt. Somit habe sich der Geschäftsführer der gemeinnützige GmbH, Josef Rottmann, öffentliche Gelder erschlichen, lautete der Vorwurf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben die maßgeblichen Förderer der »Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH«, die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und der Landkreis Osnabrück, versichert, das es keine Anhaltspunkte für den Betrugsvorwurf gebe. Die Frage, ob die Varusschlacht in Kalkriese stattfand oder nicht, sei für die Gewährung von Fördermitteln überhaupt nicht entscheidend. Die Förderung erfolge nicht in der Erwartung, einen historisch fundierten Beweis für die Varusschlacht zu finden. Es sei auch nie behauptet worden, dass es bereits einen solchen Beweis gibt. Die Fördermittel seien vielmehr allein für die Untersuchung des Kalkrieser Gebietes und die Aufklärung der historischen Zusammenhänge bestimmt, erklärten die Geldgeber. Im Varusjahr 2009 wird vom 16. Mai bis 11. Oktober an drei Standorten, Kalkriese, Detmold und dem Römermuseum Haltern, an die Schlacht im Jahre neun nach Christus erinnert. In dieser Schlacht wurden römische Legionen unter der Führung des römischen Statthalters Varus von Hermann dem Cherusker (Arminius) und seinen Germanen vernichtend geschlagen. Die Schirmherrin des Varusjahres, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wird die Ausstellungen am Freitag, 15. Mai in Kalkriese und Detmold eröffnen.

6. Februar 2009

WB 5.2.09: Betrug in Kalkriese?

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Detmold/Osnabrück (WB/ewp). Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat gegen den Geschäftsführer der »Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH – Museum und Park Kalkriese«, erneut ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet. In einer Strafanzeige sei der Vorwurf erhoben worden, dass sich Kalkriese öffentliche Gelder erschlichen habe, sagte gestern Staatsanwalt Alexander Retemeyer. Die Träger und Geldgeber der GmbH, die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und der Landkreis Osnabrück, würden im Rahmen der Ermittlungen um Stellungnahmen gebeten.
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31. Januar 2009

WB 30.1.09: Varus-Streit: Anzeige gegen Museum Kalkriese

Vorwurf: öffentliche Fördergelder erschlichen

Von Ernst-Wilhelm Pape

Detmold/Osnabrück (WB 30.1.09). Knapp vier Monate vor Beginn der Jubiläumsveranstaltungen im Varusjahr 2009 hat Gerhard Tiggelkamp (74) aus Bad Kreuznach bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück erneut Strafanzeige gegen Verantwortliche der gemeinnützigen »Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH – Museum und Park Kalkriese« erstattet. Der Hobby-Archäologe und Verfasser mehrerer Schriften über die Varusschlacht wirft den Kalkriese-Managern vor, sich öffentliche Gelder erschlichen zu haben. Die Strafanzeige wurde von Tiggelkamp auch an das niedersächsische Justizministerium geschickt.
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30. Januar 2009

NW 29.01.09: Noch ein Schauplatz der Varusschlacht

Westfälischer Humanist brachte einst Rietberg ins Spiel

VON MANFRED STRECKER

Rietberg. Im Teutoburger Wald oder in Kalkriese? Historisch wurde die Varusschlacht, bei der Hermann der Cherusker 9 n. Chr. drei römische Legionen vernichtete, auch in anderen Regionen lokalisiert. Bis ins 15. Jahrhundert galt die Gegend um Augsburg als Austragungsort. Doch der aus Lippstadt stammende Humanist Johannes Cincinnius wusste es nach ausgiebigem Studium der antiken Quellen besser: Die Varusschlacht wurde zwischen Ems und Lippe bei Rietberg im heutigen Kreis Gütersloh geschlagen.
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17. Januar 2009

Kalkriese auf dem Rückzug – Ein Kommentar

WB 16.01.2009

In diesem Jahr wird in Kalkriese, Detmold und Haltern an die Varusschlacht vor 2000 Jahren erinnert. In Haltern befand sich ein römisches Militärzentrum, in Kalkriese wird das Schlachtfeld vermutet und in Detmold erinnert seit 1875 das Hermannsdenkmal an den Sieg der Germanen über die Römer. Diesem Sieg wird eine welthistorische Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schirmherrschaft übernommen.

Und jetzt geschieht das Unglaubliche: Da selbst Verantwortliche in Kalkriese ihre These, wir sind der Ort des legendären Waffengangs, immer mehr aufweichen, kommt es zusätzlich zu einem abenteuerlichen Rückzugsgefecht, das die Mitveranstalter des Varusjahres in einen Hinterhalt locken soll. Das unverfrorene Motto lautet: Wenn wir in Kalkriese keine Varusschlacht ausgegraben haben, dann ist diese Schlacht auch nicht von historischer Bedeutung.

Hier stellt sich nun die Frage, warum Kalkriese überhaupt an den Jubiläumsveranstaltungen beteiligt ist, da man sich ja selbst in Frage stellt. Die Mitveranstalter, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Landesverband Lippe, sollten hier auf eine baldige Klarstellung drängen.

Ernst-Wilhelm Pape

17. Januar 2009

Neuer Streit um Varusschlacht – Zweifel an historischer Bedeutung

Von Ernst-Wilhelm Pape

Detmold (WB 16.01.2009). Der Historiker Professor Dr. Rainer Wiegels (68) hat die historische Bedeutung der legendären Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus in Frage gestellt.

In einem Interview mit »Geo Epoche«, einem Magazin für Geschichte, bestreitet Wiegels, dass die Schlacht, in der vor 2000 Jahren die Germanen die Römer besiegten, eine Wende in der Germanienpolitik Roms bedeute. »Nicht 9 nach Christus war ein Wendepunkt, sondern 16 nach Christus«, sagte Wiegels. Anders als in vielen Schulbüchern behauptet, sei die Varusschlacht keine epochale Zäsur. Bedeutsamer als die Schlacht selbst sei ihre historische Wirkung, ihre Instrumentalisierung ab dem 16. Jahrhundert.
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15. Januar 2009

Keine Beweise für eine Schlacht in Kalkriese – Peter Kehne: Antike Quellen eindeutig

Westfalenblatt vom 14.01.09

Von Ernst-Wilhelm P a p e

Bielefeld (WB). Es sei mit absoluter Sicherheit auszuschließen, dass die legendäre Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus in Kalkriese bei Osnabrück stattgefunden hat. Das hat gestern Abend in der Universität Bielefeld im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Aktuelle Forschungsprobleme der Alten Geschichte« Dr. Peter Kehne, Althistoriker der Universität Hannover, erklärt. Die genaue Analyse von Berichten der antiken Schriftsteller Cassius Dio und Tacitus ließen keinen anderen Schluss zu, sagte Kehne.
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10. Januar 2009

Streit um die Varusschlacht – Historiker Peter Kehne nimmt gegen Kalkriese Stellung

Bericht aus der NW vom 09.01.2009:

Bielefeld (rec). Die Varus-Schlacht wurde vor 2.000 Jahren geschlagen. Der wissenschaftliche Schlagabtausch über die Frage, wo Hermann der Cherusker Varus und seine Legionen vernichtet hatte, hält an. Manche Arminiusforscher bezweifeln, dass sich die Kämpfe in Kalkriese zugetragen haben und bestehen auf der tradierten Annahme: Arminius besiegte Varus in Lippe.
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6. Januar 2009

Zwischenbilanz der Römerfunde an der Porta Westfalica

Pressemitteilung des LWL / Bilder von Dr. Peter Kracht

Ein 2000 Jahre altes Marschlager

Porta Westfalica (lwl). Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben seit Mitte 2008 in einem Ortsteil von Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) 2000 Jahre alte römische Münzen, Gewandspangen, einen Zelthering, Schuhnägel und Spuren von Backöfen ausgegraben. Erstes Fazit nach einem halben Jahr: Die Funde aus Barkhausen gehören “mit sehr großer Wahrscheinlichkeit” zu einem Militärlager, das die Römer während der augusteischen Eroberungskriege in Germanien errichtet haben. Weiter »