Die Logistik des Varus

Informationen zur Präsenz der Römer in Germanien

5. September 2010

Varusschlacht – Wer die Germanen stört

Die aktuelle Ausgabe der PRISMA Beilage vom 03.Sept. 2010 (ein Hinweis von Christian Hinder) enthält einen interessanten Beitrag zum Thema Varusschlacht, der online unter  http://www.prisma.de/thema.2010_35_wer_die_germanen_stoert.html verfügbar ist.
Weiter »

1. September 2010

Vortrag: “Römischer Hohlweg über den Teutoburger Wald in Lippe?”

Im Rahmen der AG Altertum trägt Dipl. Ing. Ewald Ernst am 16.9.2010 um 19:30 im Stadtarchiv Bielefeld (Rohrteichstraße) unter dem Titel “Römischer Hohlweg über den Teutoburger Wald in Lippe?” vor. Das Thema ist wahrscheinlich weiter gefasst, wie die Beschreibung “Bildvortrag über mögliche römische Bauten zwischen Rhein und Weser” vermuten lässt. Es wird wohl auch Corvey Thema sein.

16. Mai 2010

Wieder Varusthema – AG Altertum, Bielefeld 20.5.10

Die Arbeitsgruppe Altertum trifft sich am kommenden Donnerstag, dem 20. Mai wieder unter der Überschrift:

  1. “Keine Spur von Germanicus ?” Kritische Fragen aus althistorischer Sicht und provinzial-römischer Archäologie.
  2. “Tonnenweise Getreide” für die Legionen in Germanien. Welche Nachschub-Entfernungen waren denkbar ?
  3. “Wer hat an der Uhr gedreht ?” Unsichere Datierung der Römerlager Haltern und Anreppen.
  4. Auswirkungen der Punkte 1-3 auf die Suche nach dem Sommerlager des Varus

Termin: Donnerstag, 20.Mai 2010, 19:30 im Stadtarchiv Bielefeld, Rohrteichstr. 19.

19. April 2010

Sondagekampagne am Hornschen Weg, Oesterholz

Für den kommenden Freitagmorgen (23.4.2010, 09:15) ist im Rahmen des Vereins Arminusforschung am Hornschen Weg in Oesterholz ein Sondengang geplant. Alle Interessierten sind eingeladen mit anzupacken. Beginn wird 9.15 Uhr Ecke Fürstenallee/Einfahrt Aussiedlerhof Heuwinkel sein. Für den Sondengang liegt die Genehmigung vor – der Weg gehört dem Landesverband.

Der Hornsche Weg ist eine Fortsetzung des Hohlwegs auf der Großen Egge.

11. April 2010

Ein offener Brief von Horst Leiermann

3.4.2010

An
Seine Eminenz
F.J. Becker, Erzbischof

Domplatz
D-33098 Paderborn

Betr.: Eroten in der Klosterkirche Corvey

nackter Reiter

Weiter »

27. Dezember 2009

Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen …

Kassensturz zu den Jubiläumsfeierlichkeiten 2009, Kreis Lippe schießt Geld nach.

Ein Kommentar zu LZ Ausgabe vom 23.12.2009, Seite 9
von Christian Hinder

Am Ende zählt was raus kommt. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 2009 für den Kreis Lippe leider ein Minus. Im Ergebnis ein Minus für die BürgerInnen der Region, für das sie nun auch noch zahlen dürfen. Das wäre halb so schlimm wenn für die Region zum Thema 2009 wenigstens irgendetwas an nachhaltigen Effekten geschaffen worden wär. Etwas worauf man in Zukunft aufbauen könnte. Aber das ist nicht zu erkennen. Da erschließt sich kein Horizont. Außer Kosten nix gewesen. Wie sieht die Bilanz der Aktivitäten 2009 für die Region aus, was ist dabei rumgekommen?
Weiter »

8. Oktober 2009

Spiegel-Online: Das Geheimnis der geopferten Armee (14.09.09)

Germanischer Götterkult

Von Angelika Franz

Grausiger Fund von Studenten in Dänemark: Hunderte zerschlagener Skelette lagen unter den Wiesen eines idyllischen Tals – Überreste besiegter Soldaten, die Germanen den Göttern geopfert hatten. Archäologen wollen nun herausfinden, woher die fremde Armee kam.

Mehr …

3. Oktober 2009

Vortrag “Varuschlacht: Lager contra Marschthese”

Dr. Manfred Millhoff trägt über das Thema “Varuschlacht: Lager contra Marschthese” vor.

Wann?   Freitag 09.10.2009, 19:00

Wo?     Hotel am Iberg/Mügge in Währentrup/Oerlinghausen

13. September 2009

Legal, illegal … – neue Millionen für eine Chimäre?

Varus Forscherin Wilbers Rost fordert neue Gelder für Kalkriese

von Christian Hinder

Dumm ist wer Dummes tut. Das Jubiläumsjahr 2009 neigt sich allmählich dem Ende und schon richtet man in Kalkriese den Blick nach vorn. Eine erklägliche Summe von mindestens 5 Millionen EUR an öffentlichen Geldern hat man dort für das Ausrichten der Aktivitäten erhalten, die in Zusammenhang mit den Feierlichkeiten 2009 stehen.

Seit nunmehr 20 Jahren wird in Kalkriese gegraben und geforscht. Den Beweis für den selbstverpassten Titel „Ort der Varusschlacht“ zu sein, bleibt man in Kalkriese der Öffentlichkeit indes weiterhin schuldig. Stattdessen setzt man dort auf die Strategie seine Existenz mittels einer „Indizienkette“ zu rechtfertigen.

Weiter »

1. September 2009

Paul Höfer: Die Varusschlacht. Eine reichlich verspätete Rezension

von Andreas Otte

aus Zeitensprünge 2/2009

Das im Folgenden besprochene und vorgestellte Buch Die Varusschlacht, ihr Verlauf und ihr Schauplatz von Paul Höfer ist im Jahre 1888 erschienen, also vor über 120 Jahren. Dass es trotzdem Sinn macht, ein so altes Buch vorzustellen, wird sich im Folgenden zeigen. Anlass ist natürlich das Jahr 2009 als Jubiläumsjahr der Varusschlacht, eine mittelalterliche Phantomzeit einmal unberücksichtigt gelassen.

Zur Person

Paul Höfer wurde in Craja (heute Kraja, Kreis Nordhausen) am 11. März 1845 geboren. Er besuchte das Gymnasium in Mühlhausen und studierte anschließend an den Universitäten Halle und Göttingen Philologie, Philosophie und Geschichte. 1870 wurde er zum Dr. phil. promoviert mit einer Arbeit über Die Bedeutung der Philosophie für das Leben. Danach trat er Stellen als Gymnasiallehrer in Göttingen, Spandau und zuletzt Zerbst an, wo er 1877 zum Oberlehrer befördert wurde.
Weiter »

29. August 2009

Varianische Variationen

von Andreas Otte

aus Zeitensprünge 2/2009

Im Folgenden wird neben einer knappen Ausstellungsbesprechung stichwortartig Hintergrundmaterial zum Thema römische Feldzüge in Nordgermanien, besonders der Varusschlacht, geliefert.

2000 Jahre Varusschlacht – Imperium Konflikt Mythos

Die Ausstellung ist auf drei Standorte aufgeteilt: Haltern (Imperium), Kalkriese (Konflikt) und Detmold (Mythos). In Haltern findet sich die Ausstellung nicht, wie man vielleicht erwartet hätte, im LWL-Römermuseum, sondern in der Seestadthalle. Die Halle bietet viel Platz, der gut genutzt wurde. Die Ausstellung in Haltern hat zwei Schwerpunkte, die gut miteinander kombiniert wurden. Der eine ist die Entwicklung des Imperiums, der andere die Lebensgeschichte von P. Quintilius Varus. So erfährt man z.B., dass Varus beim Alpenfeldzug als Legat der 19. Legion anno -15 in Germanien auch einmal gesiegt hat.

Weiter »

19. August 2009

Paul Höfer – Die Varusschlacht. Ihr Verlauf und ihr Schauplatz

Paul Höfer, * 11.3.1845; † 8.10.1914, rekonstruiert in diesem auch nach 120 Jahren keineswegs veralteten Buch den Verlauf und den Schauplatz der Varusschlacht auf Basis der verfügbaren Quellen. Fast nebenbei widerlegt er die Varusschlacht-Hypothese von Theodor Mommsen (heute Kalkriese) nach allen Regeln der Kunst. Die Gegenargumente von damals greifen noch immer.

Deshalb war es an der Zeit, dieses fast nicht mehr erhältliche und nicht mehr ausleihbare Buch wieder verfügbar zu machen:

Cover Höfer Vorne Cover Höfer Hinten

Paul Höfer (2009): Die Varusschlacht. Ihr Verlauf und ihr Schauplatz.
Neu herausgegeben von Helmut Förster, Gerhard Kroos und Andreas Otte
2. Ausgabe. 372 Seiten. Paperback
Reihe MW-Wissenschaft, Verlag Monsenstein & Vannerdat, Münster
ISBN 978-3-86582-913-9
Preis: 24,95 €

Das Buch ist gegenüber der Originalausgabe  um ein Literaturverzeichnis, ein Fundverzeichnis, eine Biographie, ein Nachwort und ein Stichwortverzeichnis erweitert.

Derzeit erhältlich im Webshop des MV-Verlags und im Buchhandel über das VLB. Bei Amazon ist es im Marketplace mit zusätzlichen Versandkosten gelistet, ohne Versandkosten in Deutschland findet es sich bei Lehmanns Buchhandlung.
Weiter »

16. Juli 2009

Das geplatzte Interview

von Horst Leiermann

Ich hatte mir das so schön ausgedacht.

2009, zum 2000-Jahres Jubiläum der Hermannsschlacht ein Interview mit Hermann, das schien auch alles zu klappen. Ich bekam von Hermanns Vorzimmer einen Termin, von Oerlinghausen eine Kuriermaschine nach Walhall und wurde dort gleich von einem schneidigen Ordonanz-Offizier empfangen.

Denn Sekretärinnen hatte Tusnelda verboten, seit sie einmal Hermann mit einer Sekretärin auf dem Schoss erwischt hatte. Und dass Hermann, vor allem wenn er etwas getrunken hatte, zu Übergriffen neigt, wusste sie aus eigener Erfahrung.

Der Offizier ließ sich von mir die Ausweispapiere zeigen und als ich, etwas überrascht über die Formalitäten, fragte, ob ich jetzt auch noch eine Leibesvisitation nach Waffen über mich ergehen lassen müsste, winkte er ab.

Hier in Walhall sind wir unsterblich erklärte er, da kann nichts mehr passieren. Er holte einen Fragebogen, Alter, Beruf, Adresse und er war ganz leutselig bis er auf das Wort “Lippe” in meiner Adresse stieß, da wurde er erst einmal etwas komisch.
Weiter »

22. Juni 2009

Kalkriese – nicht einmal ein richtiges Schlachtfeld?!

Das man im niedersächsischen Kalkriese seit 20 Jahren vergeblich nach Beweisen für die These man sei der Ort der Varusschlacht sucht, ist selbst Teilen des wissenschaftlichen Teams vor Ort in Kalkriese seit Jahren bekannt.

Als Beleg dient an dieser Stelle eine Veröffentlichung des Dr. Joachim Harnecker. Herr Dr. J. Harnecker ist seit 1994 (!) im wissenschaftlichen Team Kalkriese als Archäologe tätig.

In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2004 mit dem Titel: „Kalkriese 2, Sondierungen in der Kalkrieser – Niewedder Senke”, führt Herr Dr. Harnecker über die Grabungen unter anderem aus (Seite 123):

„Wurden die Suchgrabungen mit viel Enthusiasmus begonnen, folgte die Ernüchterung bereits in der ersten Grabungskampagne … Insgesamt haben … die Suchgrabungen aus Varusschlacht – orientierter Sicht wenig zur Klärung der Ereignisse in augusteischer Zeit außerhalb des Oberesch beitragen können … Eine gezielte Suche nach Spuren der Kampfhandlungen hat sich als unmöglich erwiesen und eine so verstandene Schlachtfeld – Archäologie ist eine Fiktion … Der Oberesch (dort liegt der 400 Meter lange Wall), der ja auch kein klassisches Schlachtfeld ist, stellt im Gesamtkomplex Kalkriese bislang einen Sonderfall dar, da hier Fundmaterial zumindest teilweise bei Kampfhandlungen in den Boden gelangt sein dürfte ..”

Herr Dr. Harnecker schreibt, dass eine Schlachtfeld Archäologie in Kalkriese eine Fiktion ist … da eine gezielte Suche nach Spuren von Kampfhandlungen sich als unmöglich erwiesen hat … ganz schön dürftig und erst recht zu wenig um den Anspruch auf den Ort der Varusschlacht erheben zu können.

Warum nur wurden solch ernstzunehmende Stimmen aus den eigenen wissenschaftlichen Reihen in Kalkriese überhört, ja ignoriert?

Wie kam man angesichts solcher Aussagen in Kalkriese trotzdem zu der unhaltbaren Feststellung, man sei der Ort der Varusschlacht – und hat sich auch noch für das „Jubiläumsjahr” das Thema Konflikt unter den Nagel gerissen und mit Millionen von öffentlichen Geldern vergolden lassen…?

26. Mai 2009

2009 – abgezockt und Kasse gemacht. Das politische Verständnis von Nachhaltigkeit

Das Jahr der vertanen Chancen für die LipperInnen

von Christian Hinder

Die Varusschlacht – was für ein Thema, was für ein Potential: Geschichte, Emotionen pur. Wie hat man die sich bietende, einmalige Gelegenheit für unsere Region genutzt?

Zahlreiche Jahre der Planung und Vorbereitung, mindestens seit 2004, haben sich die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung Zeit genommen und was ist dabei für die Menschen und die Gäste der Region herausgekommen?

Einzig zu einer zig millionenschweren, teuren „Sonderausstellung” haben es die Verantwortlichen geschafft. Finanziert aus Steuergeldern. Für genau eine Saison – das sind 6 Monate.  Aufwand und Ertrag stehen in einem Top-Verhältnis!
Weiter »