Die Logistik des Varus

Informationen zur Präsenz der Römer in Germanien

2. September 2008

Das Corvey-Buch von Heribert Klabes ist endlich wieder verfügbar

Corvey – Eine karolingische Klostergründung an der Weser auf den Mauern einer römischen Civitas

von Heribert Klabes

Corvey01 Corvey02 Ist der Westbau der Klosterkirche von Corvey bei Höxter in Wirklichkeit in seinem Grundkörper ein römischer Quadrifrons aus der Zeit der römischen Okkupation? Heribert Klabes (verstorben 2001) geht dieser Frage als Baufachmann nach und fordert dabei die amtliche Archäologie heraus.

Die Neuausgabe ist um ein Nachlassfragment, ein Nachwort, ein vollständiges Abbildungsverzeichnis und ein Stichwortverzeichnis erweitert. Zusätzlich wurden die Endnoten in Fußnoten umgesetzt und überprüft. Auch das Literaturverzeichnis wurde überprüft und erweitert.

2. Ausgabe, Juli 2008
255 Seiten, 153 Abbildungen, Pb.
ISBN 978-3-00-025621-9
Verlag Andreas Otte
Preis: 24,95 €

Für eine Inhaltsübersicht siehe http://www.logistik-des-varus.de/?p=10.

Erhältlich unter http://www.lulu.com/content/1329761 mit skandalösen Versandkosten oder auch im (Online-)Buchhandel, z.B. bei Amazon.

7. August 2008

Woher kam Varus? – Römerlager gefunden

Woher kam Varus? – Römerlager gefunden

Fast 2000 Jahre nach der berühmten Varusschlacht haben Archäologen möglicherweise Spuren eines Lagers des römischen Feldherrn entdeckt.

„Wir haben das schönste gefunden, was wir uns vorstellen konnten – wir haben ein Römerlager gefunden“, sagte der stellvertretende Chefarchäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Daniel Bérenger, am Fundort in Porta Westfalica bei Minden. Es handele sich wahrscheinlich um das Lager, in dem „Varus im Jahr 9 residiert hat, bevor er in die Schlacht gezogen ist“.

Das Neubaugebiet in Barkhausen, einem Ortsteil von Porta Westfalica, sei ein Ort, der zu den historischen Quellen passe, bestätigte Thomas Otten, Referatsleiter Bodendenkmalpflege und Bodendenkmalschutz im Düsseldorfer Bauministerium. Die Distanz sowohl zu den Lippelagern wie Haltern als auch nach Kalkriese bei Osnabrück sei plausibel.
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7. August 2008

Neues Römerlager bei Minden entdeckt

Neues Römerlager entdeckt

Hier könnte der römische Feldherr Varus seine letzten Tage zugebracht haben. Archäologen haben in der Nähe von Minden ein neues Römerlager entdeckt. Bei ersten Grabungen fanden sie römische Münzen, Spangen und Sandalen-Nägel. Es handele sich wahrscheinlich um den Ort, von dem aus Varus in seine letzte Schlacht gegen den Cherusker Herrmann gezogen sei, sagte der Chefarchäologe des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, Daniel Bérenger.

http://www.dradio.de/kulturnachrichten/200808071500/1

17. April 2008

Zeichen und Wunder – Klaus Grote über neue Funde in und um Hedemünden

Aus dem Staunen kam nicht heraus, wer am 16.4.2008 im Landesmuseum in Detmold dem Vortrag von Dr. Klaus Grote zu den neusten Ausgrabungsergebnissen von Hedemünden folgte.

War schon der letzte Vortrag vor 2 oder 3 Jahren an gleicher Stelle gut vorgetragen und sehr informativ gewesen, präsentierte sich nun ein selbstbewusster Klaus Grote, der nach eigenem Bekunden nun auf einer Augenhöhe mit den Römergrößen aus dem Süden diskutiert.

Nicht nur die präsentierten Funde in Art und Zahl erweckten Erstaunen, auch die präsentierten vorsichtigen Ausblicke in die Zukunft wären damals noch unmöglich gewesen. Der Geschmack kommt offensichtlich beim Essen. Was die Römer in Germanien betrifft, scheint für Klaus Grote fast nichts mehr unmöglich zu sein.

Das Lager in Hedemünden ist nicht mehr isoliert, sondern über Vorposten in Richtung Kassel und Richtung Göttingen mit dem entfernteren Wegenetz verknüpft, mögliche weitere Marschlagerpunkte sind bereits ins Auge gefasst. Überall am untersuchten Weg Römerfunde, ganz nebenbei wird das frühe Mittelalter um eine weitere Ringwallanlage ärmer.

Der Weg Richtung Elbe ist klar erkennbar. Wenn Rainer Friebe nicht bald seine neue Arbeit veröffentlicht, wird ihn Klaus Grote noch überholen.

12. Mai 2007

Römisches Massengrab bei Bad Iburg?

Nach einem Bericht in den „Westfälischen Neuesten Nachrichten“ (Bielefeld) vom 31.08.1926 wurden durch Prof. Knok (Osnabrück) nordwestlich des Städtchens Iburg (dem heutigen Bad Iburg) Funde eines Massengrabs mit den Resten von 4-5000 Römern gemacht.

Diesem Fund scheint nichts mehr nachgefolgt zu sein. Über weitere Informationen wären wir sehr dankbar.

6. Mai 2007

Das Römerlager Kneblinghausen

Das sogenannte Römerlager Kneblinghausen liegt rund 1 km südlich des Ortsteils Kneblinghausen der nordrhein-westfälischen Stadt Rüthen.

1901 wurde die Befestigungsanlage von A. Hartmann aus Rüthen entdeckt. 1901 – 1907 sowie 1926, 1934 und 1937 – 1939 fanden Ausgrabungen an den Wällen und im Innenbereich statt. Weiter »

6. Mai 2007

Das Römerlager Anreppen

Das Römerlager Anreppen (Stadt Delbrück, Kreis Paderborn) wurde 1968 von Anton Doms, Westfälisches Museum für Archäologie – Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Bielefeld entdeckt. Mit seinen Grabungen, die er von 1968-1982 durchführte, konnte der Verlauf der Um­wehrung zu einem wesentlichen Teil und damit auch die Größe des Lagers bestimmt werden. Das Lager hat die Form eines unregelmäßigen, 23 ha großen Längsovals und liegt direkt am heutigen Südufer der Lippe. Erbaut ist es als ein sogenann­tes Holz-Erde-Lager, ebenso wie die anderen, an der Lippe gelegenen Rö­merlager: Holsterhausen, Haltern, Beckinghausen, Oberaden. Die Befesti­gung bestand aus einer Holz-Erde-Mauer mit zwei vorgelagerten Spitzgrä­ben. Das Innere des Lagers blieb zunächst von Anton Doms unerforscht. Weiter »

26. März 2007

Römer in Germanien

Warum sich die Archäologen so schwer mit der Geschichte tun…

von Georg Menting

In kaum einer Disziplin ist das Versagen oder die Beschränktheit schulwissenschaftlicher Forschung so schlecht zu verbergen, wie in der Archäologie. Dies hat verschiedene Gründe: Der erste besteht darin, dass sich die Archäologie in geradezu dogmatischer Verbohrtheit, der Pflege ihrer traditionellen Theoriebestände verpflichtet fühlt. Die tatsächliche Befundsituation und die unbefangene Erkenntnisfindung bleiben bei solch einer Einstellung regelmäßig auf der Strecke. Den typischen Archäologen zeichnet am Ende seiner universitären Ausbildung aus, dass er nur sieht (und das aber bis in kleinste Detail!), was sein darf und nur findet was sein kann. Mit anderen Worten, er zeigt ausgesprochen wenig Bereitschaft sich von ›merkwürdigen Befunden‹, die nicht zur herrschenden Lehrmeinung passen, irritieren zu lassen.

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